Beiträge von Andre B.

    Hallo Ihr,


    der neue Gummi ist drin.


    Hier noch ein paar Erfahrungen dazu:


    Wir haben die offenbar etwas unkonventionellere Technik benutzt, erst den Gummi in den Karosserieausschnitt zu drücken und dann die Scheibe von außen einzuziehen. Das hat grundsätzlich auch gut funktioniert. Ich vermute fast, dass es egal ist, wierum man es macht. Ich dachte mir, dass ich auf diese Weise auf jeden Fall genug Gummi in den Ecken vom Scheibenausschnitt habe, weil ich den dort vorher richtig reindrücken kann.


    Ich habe den Gummi etwa 2,5 cm länger abgeschnitten und dann auf Spannung reingedrückt. Ging wunderbar und ist richtig sauber auf Stoß. Ich habe vorher etwas Dekaseal 8936 auf den Stoß gemacht.


    Man sollte wirklich auf die Maße von Scheibe und Ausschnitt achten (zumindest, wenn man wie wir eine unflexible Glasscheibe hat). Unsere Scheibe zuzüglich Gummi-Stegmaß von 2x 6mm war in der Breite ca 1-2 mm größer als der Karosserieausschnitt. Beim ersten Versuch haben wir es so gelassen, weil wir dachten, dass die das ja vor 30 Jahren auch irgendwie reinbekommen haben. Ging aber nicht. Ich habe dann den Ausschnitt auf das richtige Maß vergrößert (lässt sich wunderbar mit einer Feile bearbeiten) und dann hat die Scheibe auch reingepasst. Bei uns waren auch die Rundungen im Karossiereausschnitt nicht so richtig passend zu der Scheibe. Das hat dann auch mein Problem in der Ecke verursacht (siehe Beitrag "Kleine Reparaturstelle bei der Fensterdichtung"). Das war also schon von Werk aus nicht optimal gemacht.


    Das Kedereinziehen habe ich anfangs mit einem zurechtgebogenen Drahtkleiderbügel gemacht. Später habe ich dann festgestellt, dass es ohne Werkzeug sogar fast besser geht. Man konnte den Keder einfach Stück für Stück seitlich drunterschieben. Bevor ich den Keder eingezogen habe, haben wir noch eine Spur Dekaseal zwischen Karosserie und Gummi gesetzt.


    Hier noch ein Bild von der Kederfarbe "Hellgrau" vom Misselwitz im Vergleich zu unseren etwas gelblicheren und an der frischen Schnittkante helleren Original-Kedern. Die neue Optik ist in Ordnung. Sieht etwas "frischer" aus:

    IMG_9410_klein.JPG


    Alles in allem eine etwas mühselige Arbeit, aber insgesamt kein Hexenwerk. Man sollte sich einfach Zeit nehmen.


    Liebe Grüße


    André

    Hallo Ihr,


    ich brauche noch einmal ein paar Tipps, weil die Menge an möglichen Mittelchen schier unendlich groß ist...


    Ich habe eine kleine Stelle in der unteren rechten Ecke von der Heckscheibe an unserem QEK (siehe Bilder). Die stelle ist ca. 3x1 cm² groß. Die Dichtung hat sich zusammengezogen und war an der Stelle leicht eingerissen. Es wird wohl etwas Feuchtigkeit in das Material eingedrungen sein.


    IMG_9369_klein.jpgIMG_9373_klein.jpg


    Ich würde das gern so lokal wie möglich reparieren, weil ich davon ausgehe, dass ein Lackstift die Farbe nur ungefähr treffen wird. Was würdet Ihr vorschlagen? Doch erst einmal noch weiter aufpopeln? Dann Feinspachtel rein und überlackieren?


    Wenn ich das richtig verstehe, wäre es (da hier ja die Gelcoat-Schicht offenbar schon komplett durch ist) sinnvoll, hier etwas gegen eindringende Feuchtigkeit zu machen. Ich hätte Epoxidharzspachtel angepeilt (z.B Nautic (Epoxidharz-Spachtel) bei Amazon). Allerdings steht da nicht mit dabei, wie fein das Zeug ist, weil es ja eine sehr kleine Stelle ist. Ich weiß nicht, ob das geeignet wäre. Von der Verarbeitung und auch von der Menge her, wäre mir so eine kleine Tube Einkomponenten-Spachtelmasse viel lieber, aber da bin ich mir nicht sicher, ob das dann halbwegs Wasserdicht wird. An der Stelle sammelt sich schon ein bisschen Wasser, wenns regnet.


    Was sagt Ihr?


    Liebe Grüße


    André

    Hallo Ihr,


    ich habe gerade mit der Fa. Misselwitz telefoniert. Die Maße findet man, wenn man die Gummiprofile unter dem Menüpunkt "Wohnwagen" sucht und nicht (wie ich) unter Sortiment.


    Sie meinten auch, dass sie sogar eher die 8830 für den QEK-Junior verkaufen. Dieser Gummi hat wirklich exakt die gleichen Maße wie mein bisheriger. Den werde ich wohl kaufen.


    Liebe Grüße


    André

    Hallo Ihr,


    bei mir steht auch ein Scheibengummiwechsel an der Heckscheibe vom QEK-Junior an. Ich hänge mich einfach mal hier an diesen Beitrag mit ran.


    Ich habe (in etwa) folgende Maße:

    IMG_9385_bearb_klein.jpg


    Ich lese aus den Beiträgen oben raus, dass Misselwitz 3557 passen müsste. Nur ist da irgendwie der rechte untere Gummiteil etwas lang (der dann außen karosserieseitig sitzt). Ich sehe in der aktuellen Liste vom Misselwitz, dass die 8830 ziemlich ähnlich zu meiner Dichtung aussieht (sogar bis hin zu der Tatsache, dass nur 2 [und nicht 3] Fixiererhebungen in der fensterseitigen Öffnung sind). Hat jemand von Euch die genauen Maße dazu (so wie auf dem einen Bild in einem der vorherigen Beiträge)? Ansonsten frage ich morgen mal nach.


    Jetzt der Keder: den gibt es ja offenbar in verschiedenen Farben. Ich würde gern den aktuellen Farbton wieder möglichst genau treffen. Es ist offenbar ein helles grau (etwas vergilbt mit der Zeit), aber etwas dunkler als der Wohnwagen selbst:

    IMG_9376_klein.JPG


    Hat jemand von Euch schon Erfahrungen mit den Kederleisten vom Misselwitz und kann mir da einen Farb-Tipp geben. Der QEK-Shop gibt ungefähre RAL-Töne an - das ist ganz praktisch, aber dort finde ich keinen passenden Gummi...

    Oder kann ich den Keder einfach wiederverwenden. Er ist nicht gerissen oder so. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das mit der Länge dann halbwegs passt und ob ich den in die andere Dichtung reinbekomme...:/


    Ich bin für jeden Hinweis dankbar :)


    Liebe Grüße


    André


    Edit: Wir haben Glasscheiben drin.

    Vielen Dank für die vielen Tipps. Ich merke: eigentlich geht alles in allen Varianten ;)


    Ich habe ja den Campy 2000 nicht weggeschmissen. Vielleicht probiere ich auch einfach mal die verschiedenen Varianten aus. Mein Schwiegervater hat einen Gasgrill. Da kann ich bestimmt auch mal den Campy dranhängen.


    Jetzt nehme ich erstmal den Spirituskocher. Am Wochenende habe ich testgekocht. Das hat wunderbar geklappt: Gemüsepfanne mit Hirse - ging genauso wie auf dem heimischen Elektroherd.


    Liebe Grüße


    André

    Hallo Ihr,


    nur noch zur Ergänzung: ich habe mir aus 3mm-Silikonplatte zwei runde Gummies als Abdeckung für die "Tellerminen" des Spirituskochers geschnitten und habe es nicht so richtig geschafft, diese Spiritustanks damit Geruchsdicht zu bekommen.


    In dem Zuge habe ich auch festgestellt, dass die originalen Origo-Abdeckgummies ein gewisses Profil aufweisen - vermutlich, damit sie richtig gut anliegen und somit dicht abschließen.


    Ich habe jetzt einfach 2 Lagen Alufolie über den oberen Teil von den Spiritustanks drübergestülpt und nun ist alles dicht. Die Alufolienabdeckung müsste man auch mehrmals nutzen können und sie sollte bis zu mehreren 100°C temperaturstabil sein. Ich muss also auch nicht lange warten und den Kocher abkühlen lassen, bevor ich das draufmache. Ist nicht optimal, aber erfüllt den Zweck (und ist preiswert und überall wiederbeschaffbar).


    Und ja, Gas ist z.B. in diesem Fall praktischer, weil man die Flasche zudreht und dann riecht da nichts mehr. Aber den Campy 2000 baue ich nicht mal eben aus und koche damit draußen auf dem Campingtisch... oder kann mir in jedem Laden neuen Brennstoff besorgen. Jeder hat schon so seine Vorstellungen, wie es sein soll 8o


    Liebe Grüße


    André

    Hallo Frank,


    den Jobo habe ich auch gebraucht bei E-Bay Kleinanzeigen gefunden. Er war ziemlich preiswert, weil der Besitzer wahrscheinlich bei einer kurzen Suche keine weiteren Modelle davon gefunden hat und nicht wusste, dass fast baugleiche Origo für mehrere Hundert Euro über den Tisch gehen.


    Gib der Sache noch ein bisschen Zeit. Wir schauen nächste Woche mal, ob sich die Leute aus Schweden mit dem neuen Origo zurückmelden. Ansonsten auch weiter nach Cookmate und Jobo ausschau halten. Vielleicht gibt es noch mehr Firmen, die die Spirituskocher in der fast gleichen Form hergestellt haben?


    Liebe Grüße

    Es ist mir leider aus irgendeinem Grund erst nach dem letzten Beitrag aufgefallen, dass Frank in Deiner Signatur steht :patsch: Ich habe mich schon gewundert, woher die anderen Deinen Namen kennen, dachte dann aber "das sind bestimmt die alten Hasen unter sich"...

    Hallo Meister O,


    ich habe jetzt einfach mal eine E-Mail-Anfrage an den schwedischen Anbieter geschickt. Ich gebe Dir bescheid, sobald die sich zurückmelden. Ich habe gefragt, ob die Teile wirklich noch verfügbar sind, ob sie neu sind und wer der Hersteller ist.

    Mal sehen, ob sie antworten.


    Grüße

    @ Meister O:

    Ich bin sehr wahrscheinlich bei einer Bestellung nicht mit dabei, weil ich gerade den Jobo 4000 gebraucht gekauft habe. Ich war nur überrascht, dass es noch einen Anbieter gibt, bei dem es so klingt als ob man noch einen originalen Origo kaufen könnte :)

    Nicht übel!

    Das sieht ja wirklich kaufbar aus (ich habe mich gerade mal ein bisschen durchgeklickt). Die Schweden können fast alle sehr gut Englisch, da könnte man also sogar auch mal nachfragen. Im Zweifelsfall mit dem "google-Translator" durch die Texte kämpfen.

    Klausern :

    mein Gedanke war folgender: die Origo haben/hatten mal eine Innenraumzulassung. Wenn ich also einen Kocher habe, der fast baugleich ist, dann kann ich den ohne zu schlechtes Gewissen bei schlechtem Wetter auch mal im Innenraum nutzen. Bei Benzinkochern sieht das, glaube ich, schlecht aus.


    Meister O :

    Ich habe in einigen Foren (z.B.: https://selbstausbauforum.de/f…ative-zum-origo-3000.html, https://forum.camper-bauen.de/…10d945d375be7c5688d841950) gelesen, dass die Compass24-Nachbauten wohl aus China stammen und nicht sehr gut verarbeitet sein sollen. Ist aber nur "hörensagen". Vielleicht kann man da mal anrufen und findet einen kompetenten Berater, der zumindest sagen kann, wo das Teil gebaut wird und wie es so im Vergleich zum Origo wirkt.


    Grüße

    Hallo Ihr,

    wegen der Lagerung werde ich mich noch einmal informieren. Auch den Jobo-Kocher gibt es offenbar nicht mehr zu kaufen. Ein kleines Video zur Veranschaulichung gibt es hier:


    In der Anzeige von dem Jobo 4000, den ich gekauft habe, hat man auch die 2 "Tellerminen" gesehen. Einen klassischen Spirituskocher mit Vorheizprozess würde ich auch nicht im Fahrzeug verwenden wollen. Ich schaue mal wie es aussieht, wenn der Kocher hier ist.


    Rocky, wie habt Ihr den zusätzlichen Spiritus auf den Reisen aufbewahrt?


    Liebe Grüße


    André

    Hallo Klausern,


    also z.B. ein Anbieter von Spiritus selbst (https://hoefer-shop.de/brennst…anol-96-6/1-liter-flasche) schreibt 1Liter brennt ca. 2-3 h. Für den Origo Spirituskocher finde ich vom Hersteller Dometic die Angabe von ca. 4,5 h mit 1,2 Litern. Insgesamt hängt das sicher extrem davon ab unter welcher Last Du den Kocher fährst, aber man braucht nicht allzuviel Spritus. Bei unseren Wandertouren wo wir 2x am Tag Essen warm gemacht haben, aber auch sehr sparsam waren, weil wir alles tragen mussten, haben wir mit dem schwedischen Spiritus-Armeekochgeschirr ca. 30 ml pro Person pro Tag verbraucht. Ich glaube, wenn Du z.B. einen 5 Liter-Kanister mitnehmen würdest, wärst Du schon eine ganze Weile versorgt. Und davon abgesehen kannst Du Spiritus offenbar fast überall nachkaufen. So wie es oben klingt kann Rocky Dir sicher noch mehr aus eigener Erfahrung berichten :)


    Grüße

    Hallo Rocky,


    es ist ein Jobo 4000. Ist auch von einem schwedischen Hersteller.

    Das Äquivalent zum Origo 1500 ist dann, glaube ich, der Jobo 2500.

    Der Vollständigkeit halber: ich bin heute auch noch über den Cookmate 1600 und 3100 gestolpert. Die sehen auch genauso wie die Origo-Kocher aus.


    Liebe Grüße


    André