Unsere Sommerreise

  • Wir sind seit zwei Wochen wieder aus dem Urlaub zurück und haben dabei drei Campingplätze besucht, über die ich euch gerne erzählen mag. Leider merke ich gerade mal wieder, dass ich immer zu wenig Fotos mache, daher wird der Bericht leider etwas bildarm, ich gucke aber heute Abend mal, was mein Mann noch an Fotos hat...

    Da der erste CP in Börgerende erst ab Montag gebucht war, wir aber schon los wollten, haben wir in der Mecklenburger Seenplatte hinter der Dambecker Kirchenruine übernachtet. Den Intercamp haben wir am Auto gelassen und auch nix ausgepackt, daher hat es auch keinen gestört. Bei herrlichstem Sonnenschein und mutterseelenallein haben wir den Tag erstmal mit einem Bad im badewannenwarmen See begonnen. Dabei begegnete mir ein waschechter Krebs im flachen, warmen Wasser!
    Ausgeruht ging es dann nach Börgerende, auf den sehr schönen Campingplatz. Was mir dort besonders gut gefallen hat, war die moderne Ausstattung und Pflege der Sanitärhäuser. Ich hatte den Eindruck, die machen rund um die Uhr sauber. Einziger Wermutstropfen war die coronabedingte nächtliche Schließung ab 22:00 Uhr, ab da war nur noch ein Toilettenhäuschen in der letzten Ecke des CP offen. Da war ich über das mitgebrachte Klappfahrrad froh, denn wenn ich nachts raus muss, macht mir Nachtwandern nicht so viel Freude...Der Platz selbst ist direkt hinter den Dünen gelegen, ziemlich groß, sehr ordentlich und durch Hecken und Bäume ist man auch etwas für sich. Es gibt einen kleinen Shop mit Brötchenservice, Kinderanimation und einen Spielplatz. Der Strand ist recht steinig, dank meiner Plastelatschen konnte ich aber durch den Steinsaum gut ins Wasser gehen. Es gibt schöne Wellen da...

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    Wir haben unter anderem ein paar Ausflüge mit dem Fahrrad gemacht, zum Beispiel nach Bad Doberan, Molli-Bahn und Münster angucken.
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    Nach fünf Tagen führte uns unsere Reise nach Bensersiel in Niedersachsen. Da wir zum ersten Mal an der Nordsee waren, wussten wir nicht so ganz, was uns erwartet...der CP wird von der Gemeinde betrieben; er ist sehr groß und gut ausgestattet - aber nicht unser Ding. Sicherlich auch wegen der aktuellen Situation war es unheimlich voll (dafür kann der CP natürlich nichts) aber damit nachts teils recht laut, worum sich dann keiner kümmerte. Das ganze hatte damit etwas Ballermann-Feeling...

    Wir hatten einen Stellplatz direkt auf dem Sandstrand; es gibt weiter hinten auch welche auf Rasen, der Großteil ist aber eben Sand. Das muss man mögen; für die paar Tage war es okay, aber für zwei Wochen wäre mir das nix gewesen. Der CP (Hunde sind übrigens nicht erlaubt) hat einen eigenen Strandabschnitt und die Aussicht zu den Inseln ist klasse. Der Tidenhub ist da recht gering, zwischen Ebbe und Flut war etwa ein halber Meter Unterschied und das Watt war rein schlickig. Definitiv nichts für einen Badeurlaub, aber trotzdem lustig...Die Sanitärhäuser (es gibt 5!) waren sehr gut ausgestattet; Duschen ohne Marken, genügend Duschkabinen, teils mit Waschbecken drin und was mir besonders gefallen hat: Es gab ausschließlich Einzelkabinen mit Waschbecken; auf das Jugendherbergsfeeling mit den Gemeinschaftswaschräumen wird dort komplett verzichtet.
    Die Sauberkeit hingegen...es war gerade noch so okay, ein bisschen öfter könnte gereinigt werden.

    Ansonsten gibt es noch einen kleinen Shop mit Bäcker und ein Bistro. Das große Spaßbad nebenan hatte wegen Corona zu, ist sonst sicherlich ganz nett da. Es gibt noch Kinderanimation und nen riesigen Spielplatz.

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    Von dort aus waren wir wieder mit dem Fahrrad unterwegs, aber auch mal mit dem Auto, z.B. in der Krummhörn mit dem Pilsumer Otto-Leuchtturm und in Greetsiel.


    Dann sind wir noch nach Sankt Peter-Ording gefahren, ins Rosen-Camp. Ein kleiner, privat betriebener und angenehm ruhiger Platz, direkt hinterm Deich. Er liegt etwas abseits am Ortrand, wir haben das aber nicht als Nachteil empfunden. Auch dort ist das Fahrrad von Vorteil gewesen, um Brötchen und Einkäufe zu besorgen, denn einen Shop hat der Platz nicht. Die Sanitäranlagen waren sauber, nicht der modernste Standard, aber in Ordnung. Der Strand war fantastisch. In Sankt Peter ist ein Besuch des Westküstenparks (ein sehr naturnaher Tierpark) eine schöne Sache, uns hat es sehr gefallen und die Besucher verteilen sich gut in dem riesigen Park. Mit dem Auto sind wir noch zum Westerhever Leuchtturm gefahren und haben da Schafe und Krabben (in den Wasserläufen) angeguckt. Wer das machen möchte und wie wir einen etwas feuchten Tag dazu auswählt, sollte schlammfeste Kleidung anziehen, der Rückweg vom Leuchtturm ist unheimlich schmierig.


    Der Intercamp hat uns wieder viel Spaß gemacht; während der Fahrt sind uns aber zwei Schrankverschlüsse zerknallt und ich hab jetzt die Nase voll, jetzt wird auf Push-Lock umgerüstet. Haben unterwegs in einem Campingmarkt ein erstes Schloss (Mini, falls das auch jemand machen will) mit Drücker ergattern können und direkt vor Ort montiert, da die Klappe vom großen Schrank während der Fahrt aufgegangen war. Das braucht man nicht...Schäden hat es aber Gott sei Dank nicht gegeben.

    Unser kleines Vorzelt, ein „Herzog Mistral“, das wir kurz vor Fahrtantritt gebraucht ergattert hatten, war sehr praktisch. Es hat ein Fiberglasgestänge und ist wegen des schnellen und leichten Aufbaus für ein paar Tage Aufenthalt genau richtig, es fungiert als Sonnenschutz, kann an den Seiten aber ich verschlossen werden. Mich stört nur, dass eine Seite auf dem Seitenfenster aufliegt, da muss ich mir noch was überlegen...

    Ja, bis hierhin, ich guck wie gesagt nochmal nach ein paar Bildern heute Abend...

    Viele Grüße,

    Franzi