Fragen zur mech. Auflaufbremse

  • Hallo Leute,


    long time no see - so 5 Jahre dürft's her sein.

    Nun hab ich doch mal wieder ne Frage. Nein, eigentlich zwei.


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    Ursprünglich wollte ich noch fragen, wie man an die Bremsbacken überhaupt rankommt. Klar: Nabe raus - nur wie? Aber das Geheimnis konnt' ich inzwischen entschlüsseln.


    Deshalb erstens dies: gibt es ne Angabe zur Verschleißgrenze der Trommelbremsbacken? Finde da auf Anhieb nix drüber. Meine haben je nach Mess-Stelle zwischen nur knapp unter 4mm (was wohl nah am Neuzustand sein soll) und nur knapp über 2mm. Fliegen jetzt aber auf jeden Fall raus, da sich die Beläge zum Teil vom Trägermaterial zu lösen scheinen. Und das Limit des Einstellbereichs ist auch erreicht.


    Und zweitens das: Wenn ich das Bremsgestänge ersetzen wollte, gäbe es dafür noch ne Quelle als Neuware oder Nachbau? Oder hat sich jemand hier der *craziness* hingegeben, sowas selbst nachzubauen? Der TÜV wird den Unterschied kaum wirklich (er)kennen können. Aber ob man dabei wirklich ursprünglich vorgesehene Qualität/Materialgüte/Festigkeit trifft? Wobei mir Neuware deshalb da wirklich lieber wäre.


    Handelt sich übrigens um nen 325er, aber die Frage ist ja eher baureihenübergreifend. Auch wenn ich nicht weiß, wievielen IFA Baureihen man mit der Frage beikommt. Trotzdem hab ich mich deswegen nicht gleich in den 325er-Bereich verkrümelt.


    Ach ja, doch noch mal ne Zusatzfrage: Gerüchteweise hab ich mal was von "Übermaß-Bremsbacken" für'n Trabi läuten gehört. Gibt's sowas auch für die Anhänger der Anhänger unter uns? Wird sicher kaum ein lohnender Markt dafür da sein, oder?



    Ciao

    Lutz

    die Díva: DE0T Monacoblau, Leder Sportblau, Automatic, JTG

    his little Lordship 'Sully' Blu V.: R55 Cooper S Clubman
    der Schakal: MG Jackal in dezentem Schakal-Grau
    der Iwan: АЗЛК Москвич-2140 c 1977
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  • Wow. Geht das auch im ganzen Satz? Sorry, aber hilfst mir grad so gar nich.


    Die Beläge fliegen raus, gar keine Frage. Das steht schließlich schon fest. Verschleißgrenze zu kennen wär vor allem Neugierbefriedigung - unbeantwortet.

    Das Gestänge als eigentlich sogar wichtigstes Anliegen bleibt unerwähnt.

    Und bzgl. der Übermaß-Bremsbacken: Das kenn ich grad noch so noch von Papas Trabi. Aber da war ich tatsächlich noch zu jung, um mir Details dazu eingeprägt zu haben. Wirklich geholfen hätte mir etwas mehr darüber, wie man heute damit umgeht bzw. ob sowas heut - außer vielleicht für'n Trabi, für den's sicher auch n rentablen Markt geben dürfte - auch noch aufzutreiben wäre.


    Mal sehen wer hilfreicheres weiß...

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  • Da wie du schreibst sich der Belag löst, fliegen die doch sowieso ALLE raus. Bremsen werden IMMER Achsweise gewechselt! Und Übermaß Backen... neue Trommeln für den Fall der Fälle sind ja nun auch keine "Wertanlage"... aber eigentlich glaube ich nicht das deine Trommeln so weit ausgelaufen sind das Du dickeren Belag brauchst,, ;)


    Grüße

    Friedel72

  • ich will doch erst mal nur informativ wissen, ob es ne zahlenmäßg belastbare Angabe zur Verschleißgrenze gibt. Hat doch gar nix damit zu tun, dass die Entscheidung zum Rauswurf schon steht. Einfach nur mal wissen wollen.


    Und ob wer noch was über ne Neuteil-Quelle für das Bremsgestänge kennt. Scheinbar nich. Gebraucht hab ich mal die Fühler ausgestreckt...



    Trommeln waren definitiv schon mal runter. Verbogenen und abgebrochenen Splint vorgefunden. Ob das aber heißt, dass die Bremsbacken schon mal gemacht wurden...? Wie gesagt: Stellenweise bis auf 2mm runtergeschruppt. Die Trommeln kommen mir aber nicht eben verschlissen vor, weil Innen kein "Rand" steht, wie ich ihn von Vadderns Pappe noch kenne.

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  • ich will doch erst mal nur informativ wissen, ob es ne zahlenmäßg belastbare Angabe zur Verschleißgrenze gibt.

    Zitat von hier:

    Die Belagdicke des Bremsbelages darf 2mm nicht unterschreiten!

    Welche Teile des Bremsgestänges willst du denn erneuern?

    36035596ev.gif36035462wb.png

    Reisen ist schädlich für Vorurteile.

  • Hallo Frank,

    Danke Dir! Dann waren die ja sowieso fällig. Jetzt sind sie raus. Tolles und hilfreiches Dokument übrigens.


    Bremsgestänge Ersatzwunsch: Gibt ja quasi nur eine Stange. Hinten sind dann "nur noch" zwei Bowdenzüge, die ich jetzt auch gleich mal mit ersetzt hab. Aber vorne von der Eintauch-Mechanik am Zugmaul durch den Rahmenquerträger bis an die Anbindung der Bowdenzüge mitsamt dem "Dreieck" - diese komplette Komposition aus Stange und Dreieck hätt ich gern erneuert gehabt. Durch einen Bedienungsfehler (frühere Bremsnachstellung nicht an den Kranzschrauben hinter den Naben sondern vorne an der Mutter auf eben jener Stange) zusammen mit einem kleinen Defekt (gebrochene Druckfeder auf der Stange unterhalb des Handbremshebels) ergab es sich, dass die Stange vorne am senkrechten Blech in der Deichselspitze anstieß und die hintere Mutter auf der Stange (die hinter der durch den Bruch nun verkürzten Feder) sich in der Bremsmechanik beim Bremsen verkantete. Und dadurch hat sich die Stange einen S-Schlag eingehandelt. Und das Dreieck an den Bowdenzügen is halt auch nich mehr das neueste. Die Splinte der Bolzen in diesem Dreieck waren jedenfalls so dermaßen korrodiert, dass ich sie aus den kleineren hinteren gar nich mehr rausbekam. Sie zerbröselten schon, als ich ihnen auch nur die Zange zeigte, mit der ich gedachte sie aufzubiegen! Und die Splint-Reste waren aus den Bolzen partout nicht mehr rauszuholen - jedenfalls nicht, ohne dafür mindestens n halbes Dutzend 2mm-Bohrer zu opfern. Dank Bauhaus hab ich jetzt Bolzen und Splinte in Edelstahl.


    Aber dafür auch ein neues kleineres Bauteil-Problem: An den Bowdenzügenhaltern waren Gummitüllen dran - und bei den neuen Zügen waren blöderweise keine neuen dabei. Nun ja, 30 Jahre sind für so bissel Gummi kein Pappenstiel, und entsprechend rissen die alten beim Versuch, sie für die neuen Bowdenzüge "zu retten", der Länge nach auf! Hab jetzt erst mal Gummitüllen von alten Zündkerzensteckern draufgemacht, aber die sind einerseits kürzer und daher nicht so flexibel, weil die Ausrichtung ja auch nicht 0° gerade aus ist und andererseits ist der vordere Durchmesser größer, weil bei meinen Behelfs-Gummitüllen ja dort normalerweise ein etwas dickereres Zündkabel durchgeführt wird, und kein nur halb so dünnes Drahtseil.


    Weiß jemand, wo man die noch bekommt? Oder hat jemand nen Alternativvorschlag parat? Etwas, das vielleicht für andere Fahrzeuge oder alternative Einsatzzwecke geliefert würde?

    20200808_190744_.jpg


    Ciao

    Lutz

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  • Weiß jemand, wo man die noch bekommt? Ode

    schau mal bei Walter Mistelwitz in altenburg . ist auch im netz . ich habe da letztens fenstergummis für nen barkas geholt , die beiden dahmen sind da sehr kompetent und kennen sich voll aus . einfach mal anfragen . mfg husar28

    qek ? ach ich könnt schon wieder .....;)

  • Hallo,

    schau mal hier, ob das geht:


    Original Simson Nr. 65038, 175751

    Original MZ Nr. 00-08.172

    MZA Nr. 10452-00S

    EAN: 4056144005575


    https://www.ost-moped.de/gummi…-bowdenzug-simson-mz.html

    https://www.ebay.de/itm/Schutz…c960cc:g:p2IAAOSwSWZemXao

  • aus Zeiten wo man noch Zündkabel selbst zusammengebaut hat.

    die Gummikappen von den Kerzensteckern könnten passen

    ...na, genau die hab ich ja grad behelfsmäßig drauf - wie gesagt: Zündkabel is halt dicker als die Drahtseele eines Bowdenzugs, selbst eines so starken Bremszugs.

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  • Also diese Gummitüllen bekommst in der E...Bucht für ca. 7 Euro . Is nicht schwer zu finden.


    Gruss Wastl

    Na dann zeig mal her. Nach zwei Tagen Suche hab ich nur unbrauchbaren Allgemeinkram, hauptsächlich aus der Elektrobranche, aber nix passendes.

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  • da war die eBucht vor Jaaahren besser mit der Suchbegriff-Flexibilität. Kann ich natürlich so nich finden, wenn ich's dummerweise richtig schreib. (Übrigens selbiges Problem mit dem Mossi: schon allein drei akzeptiert-richtige Schreibweisen, plus jegliche Murks-Namen...)


    Jedenfalls: Danke euch!

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