Qek Junior Variante

  • Hallo zusammen,


    ich habe hier einmal ein kleines Kuriosum, vielleicht kennt ja jemand die Variante des Qek Junior:

    Die Konstruktion sieht grundsätzlich aus wie ein 400er, auch die ungebogene Deichsel und die außen liegenden Tür-Scharniere deuten darauf hin. Aber er hat scheinbar eine hydraulische Bremsanlage, jedoch keine Feststellbremse. Das Typenschild gibt, bis auf Baujahr und Fahrgestellnummer, leider nicht viel her, wenn ich das abbekomme kann ich es ja noch versuchen lesbarer zu machen. Ich habe auch keine Aufhängung für die Feststellbremse.


    Ich hoffe auf rege Anteilnahme, danke schonmal für eure Ideen! ;)


    Anbei einige Bilder: XYSmRhaD25fM1SYb7


    Gruß Rico

  • Das Ding ist irgendwie "hingefrickelt" augenscheinlich schon ein Schubstück mit hydr.Bremse,vielleicht ist der Handbremshebel abgefault,und der "Stoßdämpfer" hat sich dazugesellt : Eigenbau ? Also nix originales. Die Türscharniere haben damit nix zu tun.Ich würde den Mist entfernen und als ungebremst zulassen.

  • Danke schonmal für eure Antworten. Dachte auch, dass da was selbst gebaut wurde. Ohne Feststellbremse wird man den Qek wohl aber kaum zugelassen bekommen, schätze ich? Denn die hydraulische Bremse würde ich schon gerne nutzen und auch wieder in Stand setzen, schätze aber mal die Halterung für die Feststellbremse müsste man dann anschweißen lassen o.ä... Nur mit Auflaufbremse reicht doch im Prinzip aber auch, oder muss die zwingend sein?

  • Hallo Friedel und danke für den Hinweis mit dem Bestandsschutz, ich hoffe der greift auch in meinem Fall, werde dazu auch mal ein wenig recherchieren. Schätze aber mal, dass man auch da wieder den richtigen Dekra-Prüfer braucht um damit durchzukommen, oder? :-P


    Zu meinem Qek hatte ich noch folgenden Gedanken: Im Regelfall sollte beim hydraulisch gebremsten ja noch ein Riegel vorhanden sein, mit dem der Qek rückwärts vom Zugfahrzeug geschoben werden kann, ohne dass die Räder blockieren. Dieser fehlt bei mir ja ebenfalls. Könnte es sein, dass der äußere Dämpfer diesen Umstand ausgleichen soll und die Rückwärtsfahrt ermöglichen soll, ohne dass der HBZ sofort ausgelöst wird und damit auch die Bremse?

    Alternativ hätte der in meinen Augen sonst gar keinen Sinn, und der Dämpfer zum Schutz des HBZ ist ja auch vorhanden.

  • Könnte es sein, dass der äußere Dämpfer diesen Umstand ausgleichen soll und die Rückwärtsfahrt ermöglichen soll, ohne dass der HBZ sofort ausgelöst

    Der Auflaufdämpfer ist nicht für diesen Umstand gedacht.

    Er dämpft nur die Bewegung beim ein und ausfahren des Schubstücks.

  • Der Dämpfer verhindert nur das "sofortige" ansprechen der Bremse beim Lastwechsel (Gas weg nehmen) oder bei ganz geringem Wiederstand beim rückwärtsfahren.... über einen Maulwurfshügel oder eine Bordsteinkante wird damit nichts werden... :/;)

    Kannst ja mal hier blättern, da siehst du auch wie das original beim hydraulischen aufgebaut ist... ;) auch mit dem "Überlastschutz" … dafür ist denke ich die Feder neben dem Geberzylinder bei deinem gedacht...


    Der "Neue" ist da...


    Grüße

    Friedel72

  • Hier mal die Bremse von unserem Friedel... völlig ohne Dämpfer und Überlastschutz... ging auch! ;)




    Beim letzten Bild ist die selbst gebaute "Rückfahrsperre" zu sehen... ;) :)


    Nochmal "Bestandsschutz"! der greift nur wenn es dazu schon irgendwelche Papiere gibt! Ein Typenblatt oder ähnliches existiert... ist bei "Eigenbauten" immer sehr schwer dazu was zu haben oder zu finden.... ;)


    Grüße

    Friedel72

  • Hallo Frank, danke für den Lesestoff, das ist ja auch mal was konkretes. :-)

    Gut zu wissen, dass die Bremse erstmal nicht erforderlich ist. Und wenn ich dem Rest der Paragrafen richtig verstehe, dann ist eben nur wichtig, dass eine Bremse, sofern vorhanden, den Zug entsprechend bremst.


    Schlimmstenfalls schmeiß ich die Bremse demnach trotzdem raus, wenn die DEKRA moniert, dass das nicht original ist. Ist dann zwar schade und imho weniger sicher, aber wenn es die Paragrafen verlangen...

  • Die verlangen ja nicht, daß du die Bremse ausbauen mußt, falls sie vorhanden ist. Bloß ab 750kg ist die eben vorgeschrieben.

    Die Hydraulische Bremsanlage und die gerade Deichsel war bis Ende der 70'er Jahre Standard.Die Konstruktion mit dem Dämpfer ist allerdings nicht original, die war so ähnlich beim Intercamp verbaut.

    36035596ev.gif36035462wb.png

    Reisen ist schädlich für Vorurteile.

  • Ja, gerade das ist möglicherweise die Krux dabei. Im Grunde ist die Bremse bei meinem schon recht nah am original, nur dass der Dämpfer eben auf der falschen Seite sitzt. Die Halterung auf der linken Seite in Fahrtrichtung scheint jedoch die vom Original zu sein, was eben auch noch fehlt ist der Rückfahrhebel, der normal in dem kleinen Kästchen oben auf der Deichsel sitzen würde. Ob mir da noch was einfällt wage ich fast zu bezweifeln. Muss der Vorbesitzer wohl nur per Hand rückwärts damit manövriert haben damals :-P


    Vielleicht reicht der Dekra ein entsprechendes Datenblatt von der Dekra, um dass als verkehrstauglich zuzulassen bei der Vollabnahme, mal schauen ob ich dazu noch was finde.