Massives Stromproblem am 325

  • Moin,

    Hilfe, ich habe ein Stromproblem, welches einfach nicht in den Griff zu bekommen ist.

    Vor 3 Jahren habe ich die Elektroanlage in unserem 325 von vorne bis hinten neu gemacht. Alle alten Elektroeinrichtungen wanderten auf den Schrott! Der "Wohnstrom" ist vom KFZ-Beleuchtungsstrom komplett getrennt. Der "Wohnstrom" läuft auf Landstrom 230V und mittels Umwandler auf 12V. Wenn 230V nicht angeschlossen sind, läuft der Wohnstrom über eine AGM-Batterie, die bei Landstrom mittels Ladegerät wiederum aufgeladen wird. Das funktioniert seit dem Umbau perfekt!

    Die KFZ-Elektrik wurde auf 13-polig umgerüstet, die zusätzliche Dose am WW wurde weggelassen. L+ und Minus, sowie Dauerstrom sind am Auto nicht vorhanden. Alle KFZ-Beleuchtungskabel sind neu! Das ganze hat bisher einwandfrei funktioniert, wir sind in den letzten 3 Jahren über 7.000km sorgenfrei damit gefahren.

    Mein Problem ist, dass seit kurzem beide 5A-Autosicherungen für Stand und Rücklicht bei Anhängerbetrieb durchbrennen. Es betrifft auch nur das Rücklicht, alles andere funktioniert.

    Also fiel mein Verdacht auf gelöste Verbindungen! Ich habe den 13-poligen Stecker neu verkabelt, verwendet wurden Aderenthülsen mit Iso-Schutz, so dass sich auch keine Kabel lösen und einen Kurzschluss machen könnten. Rücklichtlampen und die Nummernschildbeleuchtung demontiert, alles ok! Sind die Glühlampen demontiert, messe ich unendlichen Widerstand zwischen Plus und Minus, also alles ok.

    Steckerverbindung zum Auto hergestellt, Rücklicht und Nummernschildbeleuchtung funktionieren! Auch zusammen mit Blinker und Bremse, alles geht in jeder erdenklichen Kombination.

    Und nun kommt es:

    Wenn ich den WW ankoppel und Licht einschalte, brennen wieder beide Sicherungen für Rücklicht durch! Das gleich passiert auch, wenn ich ein anderes Fahrzeug nehme. Andere Anhänger bereiten keine Probleme!

    Es muss also eindeutig am WW liegen. Trotz einschlägiger Berufsausbildung sind mir die Ideen ausgegangen.

    Hat hier irgendjemand eine Idee, wo das Problem liegen könnte? Zumindest, da alles funktioniert hat und ich zwischenzeitlich nichts geändert habe?


    Viele Grüße

    Aus Hamburg und Kiel :a010:

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  • Das habe ich jetzt nicht genau verstanden. Das könnte dann ja nur bedeuten, dass der Qek irgendwo den Rücklichtstrom auf die Fahrzeugmasse legt, aber wieso brennen beide Sicherungen für beide Rücklichter durch und nicht nur die betroffene Seite??

  • Trotz einschlägiger Berufsausbildung

    ...worin:/.


    Wenn ich den WW ankoppel und Licht einschalte, brennen wieder beide Sicherungen für Rücklicht durch!

    ...für welches Rücklicht? Das vom Auto oder das vom Wohnwagen.

    Ein Stromlaufplan deiner WoWa-Elektrik wäre zur Ursachenforschung schon ganz hilfreich.

    Wenn ich den WW ankoppel

    ...was bedeudet Ankoppeln? Nur Stecker einstecken oder auch an die Kupplung anhängen?

    Fragen über Fragen, meine Glaskugel ist gerade zur Reparatur.

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    Reisen ist schädlich für Vorurteile.

  • 5 A …..


    sind da noch irgendwelche Zusatzleuten dran gekommen?

    Begrenzungsleuchten? Seitenleuchten?


    was für Watt Zahlen sind verbaut? auch am Auto mal nachschauen

    5 Amper sind schnell erreicht


    ein Klassiker ist auch noch eine 21 Watt Birne anstatt eine 5/21Watt versehentlich zu tauschen oder letztere verdreht einzubauen


    dann kann es passieren das du Licht und Bremslicht gebrückt hast.


    so kommst du dann auf eine hohe gesamt Watt- Zahl und die Sicherung flitzt.


    wegen anderen Anhänger, sind da auch die gleichen Belastungen?

    Kennzeichenleuchten sind manchmal integriert und daher weniger Belastung.



    das sind so die Klassiker bei solchen Problemen......

  • Also, die Sicherungen sind nur durchgebrannt, wenn der 13-Polige angeschlossen und das Licht eingeschaltet war (logisch) UND der WW angekuppelt gewesen ist!! Wie ich bereits sagte, es funktionierte 3 Jahre ohne Probleme und OHNE das ich etwas veränderte und auf einem Mal. Ich war im ersten Leben Energieanlagenelektroniker und habe auch viele Kabelbäume an Oldtimer neu konfessioniert. Es liegen also Grundkenntnisse vor und mehr fordert so ein Qek ja nicht (CAN-BUS_Systeme würden MICH überfordern).

    Lange Rede, der Fehler ist gefunden und war fies:

    Aufgrund der Anregung von Peene habe ich bei Stromverbindung und eingeschaltetem Licht ohne den WW anzukuppeln die Spannung zwischen Masse WW und Masse PKW gemessen und eine Differenz von 12V festgestellt. Etwas gesucht und ein angescheuertes Pluskabel an der rechten Nummernschildbeleuchtung gefunden, die äußere Isolierung war verrutscht. Da war die Verbindung zwischen + und - !! Dieses kurz tot gelegt und: Keinen Kurzschluß mehr, alles ok! Nun brauche ich nur noch am nächsten WE das defekte Kabel wechseln und gut sollte es sein!


    Viele Grüße

  • Es konnte ja nur so ein Fehler sein wann nix gewechselt wurde.

    Bei meinem Caddy hatte mich das Anhängermodul verrückt gemacht

    Plötzlich ging kein Licht am Hänger mehr, musste immer die Fahrzeugbatterie abklemmen und bischen warten.

    nach dem anklemmen ging es dann wieder wochenlang gut.

    zum Schluss hatte ich einen Natoknochen verbaut und konnte mit einem dreh den Strom abschalten.

    Grüße aus dem Wilden Süden

    Thomas

  • es funktionierte 3 Jahre ohne Probleme und OHNE das ich etwas veränderte und auf einem Mal.

    Das kann passieren, wenn man z.B. Kabel verwendet, die nicht für Kfz. geeignet sind. Hatte bei meinem Aero auch so ein ähnliches Problem...zerrüttete und durchgescheuerte Kabel.

  • Hallo Foruman,


    Ja das passiert, wenn man meint, in der DDR alles Mist war...

    Nicht umsonst wurde die Masse der StVZO-Beleuchtung auf die Fahrzeugmasse/Fahrgestell gelegt in und der "Wohnstrom" von dieser Fahrzeugmasse/Fahrgestell getrennt.

    Es gibt ja "schlaue Leute" die sowas genau umgedreht verbauen und sich dann wundern wenn es lustige Effekte gibt...


    Hättest du die StVZO-Beleuchtung wieder so neu installiert wie im Original vorgesehen, wäre der Fehler sowol bei angekuppelten als auch bei abgekuppelten Anhänger aufgetreten und hätte für klare Verhältnisse bzw. für ein verständliches Fehlerbild gesorgt...



    Gruß, Sokol

  • Hallo Sokol

    Auch im Westen wurde die Masse auf die Karosserie gelegt und zwar mit dem Masseband vom Minuspol der Batterie auf die Karosserie.

    Beim Qek hast aber nichtleitendes Gfk deshalb muß Man an jede Lampe mit Plus und Masse.

    Abkoppeln von Anhängern zeigt nur ob ein Fehler in der Masseleitung ist und der Hänger Masse über die Anhägerkupplung zieht.

    Grüße aus dem Wilden Süden

    Thomas

  • 29848575qk.png

    Mal zur Auffrischung!;)

    Wichtig ist eigentlich der letzte Satz.

    Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn entweder (bei 13-polig) der Kontakt 3 oder Kontakt 11 oder Kontakt 13 auf dem Chassis des Anhängers liegen. Dann müssen aber die anderen Stromkreise in 2-Leitertechnik ausgeführt werden, also ohne Masseverbindung zum Chassis!

    36035596ev.gif36035462wb.png

    Reisen ist schädlich für Vorurteile.

  • eben, und wenn du auch noch eine Auflaufbremse hast sind da noch mehr bewegliche Teile zwischen...….

    die Führung ist meist Kunststoff...….

    Fett kommt da auch noch zwischen....


    Aber warum auch jedes Zugfahrzeug hat Heutzutage Masse an der Kugel.

    zwangsläufig, irgendwo muss man die Kupplung ja festschrauben.

  • Wenn Masse auf der Karosse ist, ist es ja nicht so schlimm. Beim TE war es ja Plus, was eben beim Verbinden der beiden Fahrzeuge folgerichtig zu dem Kurzschluss geführt hat.


    Wichtig ist doch aber, dass eben 3, 11 und 13 anhängerseitig nicht verbunden sein dürfen, wie Frank schon schrieb. Das hängt mit den unterschiedlichen Rückströmen und den gegebenen Kabelqerschnitten zusammen.