Benno bummelt durch Schweden

  • Möchte hier mal einen Bericht zu unserer Schwedentour mit dem Junior zum Besten geben. Nach einem halben Jahr Restaurationszeit wollten wir in eines meiner Lieblingsländer in Europa: Schweden. Für meine Freundin sollte es der erste Campingurlaub und gleichzeitig der erste Schwedenurlaub sein. Deswegen haben wir uns dafür entschieden eher die Campingplätze zu besuchen als wild zu stehen. Als Reisezeit blieb uns aus beruflichen Gründen nur Ende August. Wie viele wissen ist dann in Schweden schon die Saison vorbei. Das hat uns leider währen unserer Reise einige Schwierigkeiten bereitet. Viele Sehenswürdigkeiten und Museen die wir sehen wollten hatten deshalb schon zu :thumbdown:

    Naja wie dem auch sei standen am Ende 3318km auf dem Tacho, 12 ÜN in unserem Junior "Benno" und ein wirklich toller Urlaub !!!


    Es ging also samstags los Richtung Eberswalde/Berlin, Verwandschaft zum 60. Geburtstag besuchen.

    Unterwegs massenhaft DDR Wohnwagen gesehen. 8 Junior, 2 325, 1 Aero, Bastei, Weferlinger Aller 300 :thumbup:


    Die Tagesroute

    Wir parken in der Einfahrt und übernachten dort


    Am nächsten Morgen ging es zeitig weiter Richtung Rostock. Abends wollten wir von dort 0 Uhr die Fähre nach Trelleborg nehmen. Den Tag über verbrachten wir bei bestem Wetter in Warnemünde (unserem zweitliebsten Platz in D neben unserem Zuhause)








    Kajak zum Glück trocken unter Deck


    Bastei 1979, Qek Aero 1988, Qek Junior 1985 // 3896km, 14ÜN in 2018

  • Morgens um 6 Uhr landeten wir in Trelleborg. Unser Ziel war der CP Askim Strand in Göteborg direkt an einem der Ostseefjorde.



    Zum Frühstücken hatte ich mir einen Platz in den Dünen kurz vor Halmstadt an der E20 ausgesucht. Der Platz heißt Lagaoset und ist wirklich toll. Es regnete dort weswegen wir unser Frühstück in den Wowa verschieben mussten. Dennoch ein traumhaftes Fleckchen Erde und super Platz für eine autarke Nacht.





    Weiter gings ein Stück landeinwärts nach Ullared. Dort besuchten wir Schwedens wohl größtes Kaufhaus.

    Und mal im Ernst: Es gibt dort wirklich alles!



    Uns war das allerdings zu viel Trubel sodass wir nach einer Stunde schon weiter fuhren.

    Weiter in Richtung Göteborg






    Der Campingplatz war zwar groß, (zusätzlich ca 100 Ferienhäuser) aber dennoch außerhalb des Zentrums wirklich ruhig gelegen. Der Fjord und die großen Felsen ringsum wirklich traumhaft! Die Sanitäranlagen sehr sehr sauber und die Ostsee hatte super Badequalität!


    Am nächsten Tag stand Sightseeing auf dem Programm. Göteborg zeigt sich als eine sehr saubere und aufgeräumte Stadt.

    Bei der Bootstour auch kein einziges Stück Müll im Wasser.




    Die Fiskkirke -Fischkirche. Ehemalige Seefahrerkirche heute Fischmarkt


    Abends das tolle Wetter genutzt und raus zum Paddeln/Angeln

    die Ebbe wollte es so dass ich meinen Kahn die ersten 200m rausziehe bis das Wasser tiefer als 15cm war.



    Das bei Ebbe über weite Teile Knöcheltiefe Wasser lädt toll zum spazieren im Wasser ein. Vor uns tausende Garnelen die vor uns flüchten.

    Im dunkeln haben wir dann noch schnell das Kajak sauber gemacht und aufs Auto geladen. Am nächsten Morgen sollte es um den Vännern herum nach Karlstad gehen.

    Nachts hatten wir weniger als 10°C im Junior. Zum Glück war der Heizlüfter dabei:thumbup:

    Bastei 1979, Qek Aero 1988, Qek Junior 1985 // 3896km, 14ÜN in 2018

  • In Trelleborg gibt es extra für WoMo und WoWa einen kostenlosen Stellplatz am Wasser, wo man dann die letzten Stunden bis zur Fähre nochmal lümmeln kann.


    Fährhafen raus - links rum Richtung Malmö - nach ca. 3 km auf der linken Seite (kurz vor der Kurve)

    In 2018 den Niewiadow (Bj. 2017) über 2133 km :Transport_Smilie_5:bewegt!

    Insgesamt 4 Campingplätze besucht.

  • Ja den kenn ich auch. Auch gleich hinterm Fährhafen ist auch einer linkerhand direkt am Wasser. Keine 200m nachdem man auf die Hauptstraße kommt.

    Wollten aber erstmal etwas Strecke machen und dort auf dem Platz steht mitten in den Dünen ein großer Tich mit Bänken. An dem wollte ich eigentlich frühstücken aber wie gesagt grade frisch drübergeregnet.

    Bastei 1979, Qek Aero 1988, Qek Junior 1985 // 3896km, 14ÜN in 2018

  • Aus dem Kajak seitwärts raus angeln ist aber auch waghalsig....wenn da was beißt was da ordentlich dran zieht =O

    In Trelleborg gibt es extra für WoMo und WoWa einen kostenlosen Stellplatz

    Der, auf den wir damals gleich nach Ankunft Trelleborg abends fahren wollten war gerammelt voll...mußten auf ein Gewerbegebiet ausweichen.


    Schöner Bericht:thumbup: geht doch hoffentlich noch weiter.

  • Weiter gehts Richtung Kalstad. Nach einer 3/4 h Fahrt überfährt Benno ein Eichhörnchen, kurz darauf sehen wir das Ortseingangsschild von Göteborg wieder. Warum? Im Navi hatten wir Mautstraßen vermieden. Also eine Stunde im Kreis gefahren X/ naja egal weiter gehts. In Vänersborg halten wir zum Päuschen. Direkt am Südzipfel des Vännern ist ein kleiner Park mit einem kleinen gemütlichen schwedischen Café. Wir essen ein Mjökglass und fahren weiter zum Nordufer.





    Der Campingplatz bei Karlstad erinnert ein wenig an die Ostsee, Kiefern, sandiger Boden und ein großer breiter Strand. Wir bauen auf und fahren direkt nach Karlstad. Das hatten wir uns eigentlich für den nächsten Tag geplant aber das Wetter sollte die nächsten Tage über dem Nordufer sehr stürmisch sein. Deswegen am nächsten Tag weiter.






    Der nächste Tag fing natürlich mit Starkregen während der Fahrt an. Eigentlich wollten wir nach Villingsberg, kleiner Familiärer CP mitten im Wald an einem kleineren See an dem ich vor 8 Jahren schon einmal war. Der ist wirklich zu empfehlen! Nach der Schotterstraße dorthin die Enttäuschung: Wegen Bauarbeiten das ganze Jahr geschlossen. Na toll..

    Wir fahren weiter nach Arboga am Hjälmaren. Der CP liegt 20 min Fahrt von der Hauptstraße an kleinen Bauernhöfen vorbei über eine winzige Straße. Wie dort überhaupt die großen 9m Doppelachs-Wowa durchkommen?:/

    Das Rezeptionshaus



    Direkt den neuen gebauten Grill ausprobieren



    Das Wetter und die Natur sind toll wir bleiben 2 Tage.

    Am nächsten Tag Stadt Arboga angucken und Paddeln auf dem Fluss Arbogaän.

    Das Raketenmuseum mit der V2 hatte leider zu:thumbdown:





    Bastei 1979, Qek Aero 1988, Qek Junior 1985 // 3896km, 14ÜN in 2018

  • Aus dem Kajak seitwärts raus angeln ist aber auch waghalsig....wenn da was beißt was da ordentlich dran zieht =O

    keine Angst das hält super! Wenn ich Bisse hatte oder beim Schleppen im Kraut hang ging erst etwas die Bremse der Rolle und dann knickt gewollt der Rutenhalter weg wenns zu hart ist. Man hat genug zeit noch die Rute fest zu halten

    Bastei 1979, Qek Aero 1988, Qek Junior 1985 // 3896km, 14ÜN in 2018

  • Ist grundsätzlich erlaubt. Da gilt eigentlich das Jedermannsrecht. Beinhaltet zwar keine Wohnwagen aber ich kenne niemanden der Probleme bekommen hat, wenn man sich nicht in direkte Nähe zu Wohnhäusern stellt.

    Am teuersten sind definitiv Fähre,Sprit und Verpflegung. CP Übernachtungen sind durchschnittlich günstiger als in Deutschland bis genau so teuer.

    Bastei 1979, Qek Aero 1988, Qek Junior 1985 // 3896km, 14ÜN in 2018

  • Fährkosten kann jeder selber nachsehen. Da gibt es ja verschiedene Varianten.

    Fähre Rostock-Gedser, dann weiter über die Brücke nach Schweden.

    Benzin+Mautgebühren sind aber so hoch, dass man eine andere Fährverbindung nehmen kann, z.B. Rostock-Trelleborg oder Sassnitz-Trelleborg.

    In der Fähre Sassnitz-Trelleborg muss man nicht zwangsläufig eine teure Kabine buchen, da machts ein gebuchter Sessel auch.


    Benzin muss man sowieso kaufen. Teuer, aber was solls. Watt mutt - datt mutt.


    Bei Lebensmitteln lohnt es sich, alles, aber wirklich alles bis auf Brot und Butter, mitzunehmen.

    Lebensmittelpreise sind exorbitant.

    Besonders sollte man ausreichend Bier und Wein mitnehmen, da Alljohol fast unbezahlbar ist. Ausserdem macht man sich jeden Schweden zum Freund, wenn man mal als kleines Dankeschön eine Pulle Bier rüberreicht.

    Ich habe meistens in CZ Büchsenbier gekauft, da es dort keinen Pfand gibt und die Büchse weggeworfen werden kann.


    Ich habe bei 3 Wochen Schwedenurlaub zu zweit 1.700 Euro ausgegeben.

    Da war aber alles drin....Sprit in Deutschland und Schweden, Einkauf, Fähre Sassnitz-Trelleborg, Eintrittspreise usw.

    In 2018 den Niewiadow (Bj. 2017) über 2133 km :Transport_Smilie_5:bewegt!

    Insgesamt 4 Campingplätze besucht.

  • Ok, Danke für die Infos!

    Gern geschehen!

    Lass dich aber nicht vom Preis erschrecken.

    Wenn du rund 500 Möpse für die Fährfahrt abziehst, hast genau die gleiche Geldausgabe wie in D auch.

    Dafür siehst du aber eine totale Natur und ein sehr sauberes Land.

    Garantiert!



    ... und der frische Räucherfisch ...die Fischsalate...Elchsteak vom Grill....

    In 2018 den Niewiadow (Bj. 2017) über 2133 km :Transport_Smilie_5:bewegt!

    Insgesamt 4 Campingplätze besucht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Max ()

  • Sehr schöne Bilder!:thumbup:


    Den Aussagen von Max schließe ich mich fast vollinhaltlich an.

    Die Öresundbrücke lohnt nicht wirklich, wenn man nicht direkt dort oben wohnt.

    Wenn du Maut, Fahrkosten und die Fahrzeit aufrechnest bist du mit der Fähre besser dran. Kabine würde ich für die paar Stunden auch nicht nehmen. Bis du ein- und ausgecheckt hast und alles eingeräumt, da kannst du auch mal ein paar Stunden im Sessel oder auf der Couch schlafen. Rechtzeitiges Kommen sichert auch hier gute Plätze:).

    Wir waren 2012 in Schweden, Lebensmittelpreise sind ja noch erschwinglich, wenn auch teurer als in DE, aber Alkohol und Tabakwaren exorbitant teuer.

    Wenn ich mich recht erinnere hatte damals im System Bolaget z.B.eine 0,33l Jägermeister umgerechnet 33,-€ gekostet

    Also mitnehmen, die Freigrenzen sind für den Urlaub reichlich bemessen, siehe hier.

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    Seit 2008 ca. 100.000km, 80 Campingplätze und 14 Länder mit QEK 325

  • Für 3 Wochen hatte ich 60 Liter Bier und 40 Liter Wein mit.

    Sind ja ohne Gefäße schon knapp 100kg:/.

    Wir hatten für 14 Tage 7l Wein und 5l Schnaps mit, ist nicht so schwer und kann man notfalls ja vor Ort noch verdünnen.

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    Seit 2008 ca. 100.000km, 80 Campingplätze und 14 Länder mit QEK 325