Langzeiterfahrungen Autarkie

  • Ich habe unseren Aero ja von Anfang an auf autark getrimmt. Ziel: Es muß alles überall und immer funktionieren, wie Licht, Kühlschrank, Kocher, auch das ungeliebte Thema Toilette, ohne irgend etwas nerviges wie Vorzelt mit "Einbauküche" oder ähnliches aufbauen zu müssen. Die absolute Unabhängigkeit von Campingplätzen sollte erreicht werden. Zuerst das Thema Strom; Unseren "Energiebedarf" liefert ganz einfach das Auto während der Fahrt. Eine separate Leitung nach hinten liefert die nötige Spannung, die noch zusätzlich (ja...umstritten) von einem Ladebooster auf 14,4 V erhöht wird. Diese so geladene Batterie reicht dann für ca. 3 Tage zum betreiben einer kleinen Kompressorkühlbox, Licht und Wasserpumpe. Elektrische 220 V - Haushaltsgeräte führen wir nicht mit. Jetzt, mit einem "neuem" Auto funktioniert das auch über die Dauerplus-Leitung der Hängersteckdose, weil dieses Auto, trotz originaler AHK ab Werk über keinen Ladestrang verfügt.

    Wasser; Unser Aero hat einen Frischwassertank von 30 Litern und ein in sich geschlossenes Abwasssersystem mit einenm 60 Liter Abwassertank. Man kann somit auch mal auf einem "marmorierten" Parkplatz in einer Innenstadt Waschbecken oder Spüle benutzen. Alles hat bis jetzt einwandfrei funktioniert. Gekocht wird natürlich mit Gas.

    Mit was ich noch nicht zufrieden bin, ist das leidige Thema Toilette. Da diese natürlich unumgänglich für autarkes Campen ist, haben wir uns für eine Chemietoilette entschieden. Mußten aber leider feststellen; Die Entsorgung ist in vielen Ländern außerhalb von CP's nicht gewährleistet und es gibt im Wohnwagen diese eigentümliche chemische Geruchsbelästigung.... und umweltfreundlich sind diese Einrichtungen erst recht nicht. Wir waren nun dieses Jahr das erste mal mit einer Bio- oder Trocken-Trenntoilette unterwegs, die ich selbst nach Anleitungen aus dem allwissenden Internet gebaut habe. Obwohl wir sie in GB (CP-Zwang) kaum benutzt haben,bin auch damit nicht richtig zufrieden und werde sie noch verbessern oder wieder erneuern müssen. Ansonsten bedeutet ja Autarkie nicht nur Unabhängigkeit sondern auch Selbstgenügsamkeit mit der wir die ganzen Jahre autark, vor allen in Skandinavien, Baltikum, Schottland und auch in Frankreich (France Pasion) unterwegs waren und noch hoffentlich lange sein werden.


    Das Team Aeroqek

    33566723va.png

    „Die Wildnis ist nicht ein Ort den wir besuchen,
    sie ist unsere Heimat.“ Gary Snyder


  • Das Team Aeroqek

    hat das Thema Heizung unterschlagen;)


    Das Team peene

    .

    ..

    .....

    Schorsch in 2017 - 9 Länder - 12500 km

    Schorsch in 2018 - 8 Länder - 11500 km

    Schorsch in 2019 - 5 Länder - 10500 km

    Schorsch in 2020 - 1 Land - 10 ÜN - 1340 km

    Schorsch gesamt - 21 Länder - 108000 km


    ich bin vom Dorf

  • Thema Heizung

    Ja, geheizt wird natürlich völlig energieautark mit Gas. Idealerweise mit einer Trumatic s 2200 ! Auch auf Campingplätzen wird zumeist auf das verlockende Angebot der Strompauschale von 2.50 €/Tag bei einem Aufenthalt bis zu 2-3 Tagen verzichtet :wasp:

    33566723va.png

    „Die Wildnis ist nicht ein Ort den wir besuchen,
    sie ist unsere Heimat.“ Gary Snyder


  • Was zum Klo:

    Habe aus Platzsparzwecken auf ein WC im Niewiadow verzichtet.

    Dafür bekam die Cheffin das rote Eimerchen, ausgestattet mit Müllbeutel und Katzenstreu.

    Das war perfekt!

    Null Geruch und morgens trägste den eigenen Beutel in die Mülltonne.


    Klar, jetzt kommt sicher, dass Katzenstreu teuer ist. Na und?

    Ist doch nicht jeden Tag so, nur im Urlaub!

    Bislang den Niewiadow (Bj. 2017) über 4.183 km :Transport_Smilie_5:bewegt!

    Insgesamt 6 Campingplätze besucht.

  • mit Müllbeutel und Katzenstreu.

    Das war perfekt!

    Null Geruch und morgens trägste den eigenen Beutel in die Mülltonne.

    Genau dieser Gedanke bewog uns ja zu dem Gedanken: Trockentoilette...arbeite da gewissermaßen noch an einer praktikableren Lösung. Vielleicht hat der eine oder andere da schön Erfahrungen gemacht. Es gibt ja auch käufliche Varianten, aber da ist man so ab 700 - 1000 € dabei.

    33566723va.png

    „Die Wildnis ist nicht ein Ort den wir besuchen,
    sie ist unsere Heimat.“ Gary Snyder


  • Aeroqek, bedenke dabei, was du beim ökologischem Trockenklo an Umfang und Gewicht mitschleppst.

    Keine Ahnung, ob das den Aufwand lohnt.

    Aber du berichtest doch sicherlich....


    Zumindest könntest du dann noch einen Balkonkasten an den Kleinen hängen...Blumentopferde hättest du ja dann.

    (Max-Scherz)

    Bislang den Niewiadow (Bj. 2017) über 4.183 km :Transport_Smilie_5:bewegt!

    Insgesamt 6 Campingplätze besucht.

  • Es ist super autark unterwegs zu sein. Und das sich so viele Gedanken machen und so gemeinsam neue tolle Ideen entstehen ist das Besondere das dieses Forum ausmacht. Also lasst die Denkfabrik auch 2018 weiter auf Hochtouren laufen, bis jeder SEINEN perfekten Qek hat.

  • Nun so 7 wilde Übernachtungen am Stück ohne Campingplatz haben wir schon hingekriegt . Allerdings haben wir da schon öffentliche Toiletten benutzt oder mal Wasser nachgebunkert . In einigen Ländern geht das noch ganz gut , handhaben das aber immer unterschiedlich .

    .

    ..

    .....

    Schorsch in 2017 - 9 Länder - 12500 km

    Schorsch in 2018 - 8 Länder - 11500 km

    Schorsch in 2019 - 5 Länder - 10500 km

    Schorsch in 2020 - 1 Land - 10 ÜN - 1340 km

    Schorsch gesamt - 21 Länder - 108000 km


    ich bin vom Dorf

  • Nach mehreren Jahren Urlauben in Nordafrika mit Geländewagen (wir haben immer im Fahrzeug oder oben auf dem Dachträger geschlafen) hatten es Frau und auch Sohn satt "Spatengänge" zu tätigen oder die teils sehr versüfften öffentlichen Toiletten zu benutzen. Im Grand Erg Oriental trafen wir mal 2 4x4-Ivecos mit Ausbau inkl. Sanitärzellen und meine Frau war hell auf begeistert.

    Es hat ca. 1 Jahr gedauert ein geeignetes Basisfahrzeug zu findenund ich habe es dann ausgebaut. Als erstes kam eine Sanitärzelle mit der Größe ca. 1m x 0,8m inkl. Waschbecken, Bodenwanne mit Ablauf, Waschbecken, Spiegel, Lüftungsfenster usw. sowie einem PortaPotti 365 rein. Das hat ca.10 Jahre gut funktioniert (wir waren wieder damit in Nordafrika, Baltikum, RUS, UA usw), bis ich mich von dem Iveco aus gesundheitlichen und umweltzonentechnischen Gründen trennen mußte.

    Als Alternative kam dann unser Niewiadow N126NTL mit -und das war uns sehr wichtig- einer Santitärzelle mit Casettentoilette in unserem Bestand. Ebenso war wichtig, daß er kpl. aus GFK war und eine Knott- oder ALKO-Achse hat.


    Es gibt nicht viel schlimmeres im Urlaub als versüffte öffentliche Toiletten oder eine Magen-Darmverstimmung oder Lebensmittelvergiftung (hatten wir mal auf der Krim in Sewastopol und brauchten dann noch inkl. zig Stunden EU-Außengrenze sowie 2 kurzen Übernachtungsstops 44 Stunden nach Hause) unterwegs. Da ist man froh über eine Sanitärzelle im Wowa oder Womo.

  • Druckerschwärze färbt ab:huh:

    .

    ..

    .....

    Schorsch in 2017 - 9 Länder - 12500 km

    Schorsch in 2018 - 8 Länder - 11500 km

    Schorsch in 2019 - 5 Länder - 10500 km

    Schorsch in 2020 - 1 Land - 10 ÜN - 1340 km

    Schorsch gesamt - 21 Länder - 108000 km


    ich bin vom Dorf