Ein linkes Ding...?

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich bin neu hier und freue mich dabei sein zu dürfen. ;o) Zu meiner Frage hab ich jetzt nix passendes gefunden.... ;(


    Ich baue mit meinem 15 jährigen Sohn einen Trabi auf und vor drei Wochen haben wir einen völlig fertigen (Boden weg, Innenausstattung tot, Dach eingesunken....)Qek BJ 80 aus einem Vorgarten gerettet. Sohni träumt von einem Gespann.


    Der Typ (bissl schmuddliger, Harz 4er Junggeselle), der uns den Qek geschenkt hat, meinte, er hätte den DDR Brief noch und wir könnten uns drauf verlassen den zu bekommen. Kaufvertrag bräuchten wir da ja keinen machen.


    Da der Typ in der Nähe wohnt und auch kein Grund war dem zu misstrauen, haben wir den Qek mitgenommen.


    Nach 3 Wochen ist es unserem "Verkäufer" immer noch nicht gelungen in seinem Saustall nach dem Dokument zu suchen. Einen Kaufvertrag zu unterschreiben hat er auch keinen Bock. Dauernd kommen irgendwelche Ausreden.


    Im Nachhinein denke ich, er wollte nur den Hänger los sein. Vielleicht hat er auch keinen Nachweis woher der Wagen kommt und Angst da eine dran zu kriegen.


    Mittlerweile hab ich ordentlich Wut. Irgendwas am Qek zu machen oder zu investieren wäre mir zu heiß. Das Ding wieder dorthin stellen wo wir ihn geholt haben wäre eine Option. Aber wir sind ja froh den Qek zu haben.


    Wie kann ich die Neuzulassung ohne einen Kaufvertrag beantragen?


    Ich dachte schon dran einen Kaufvertrag zu fingieren. Dumm nur, wenn der DDR Brief auftaucht und jemand Ansprüche anmeldet. :özil:


    Bissl verzwickt das Ganze.



    Was würdet Ihr mir raten?


    Danke!


    VG Roc

  • Ich persönlich würde, mit einem vorbereitetem Kaufvertrag und mindestens zwei kräftigen Zeugen noch mal bei dem Typen vorsprechen. Wenn das nichts bringt musst Du mit der Fahrgestellnummer selbst zur Zulassungsstelle und nachforschen lassen ob es was über einen Vorbesitzer gibt. Ich würde da nichts dran machen ehe das nicht geklärt ist. Viel Glück.

  • Ich würde auch erst mal zu Zulassungsstelle tappeln, die können da in ihrem Computer sehen, ob die Nummer schon vergeben ist und wenn nicht, dann geben die auch eine neue heraus. Ich hab das schon mit mehreren Wagen durch, zuletzt mit einem französischen, bei dem sämtliche Papiere in französisch waren und sie das nicht lesen konnte. Ich weiß jetzt nicht, ob sie da europaweit kieken konnte, aber die Fgst-Nummer war in Deutschland nicht als geklaut markiert und noch nicht auf einen Wohnwagen vergeben. Das Ganze hat vielleicht 10...15min gedauert, da hatte ich dann meine Einschlaganweisung und nach der Vollabnahme auch meine Papiere. Es gibt ja für den Fall des Nichtauffindens der Papiere auch ein Verfahren, neue Papiere zu beantragen. Wenn der Typ nicht schriftlich versichern will, das der Wagen ihm gehört, muss man jemand anderen finden, der das macht oder ein Fahrgestell von einem Schrottwagen, dessen Nummer man übernehmen kann 8)
    vG Heiko

    Ich bin mit der Zeit ein gutes Postpferd geworden, lege meine Station zurück und bekümmere mich nicht um die Kläffer, die auf der Landstraße bellen.


    Friedrich II., der Große (1712 - 1786), preußischer König

  • ....hmmm.


    Vielleicht hat sich das in den letzten 10a geändert oder das wird regional anders gehandhabt?


    Vor ca. 10-15a war mir ein HP500 ohne Papieren aus DDR-Zeiten zugelaufen. Den habe ich als Garagenfund deklariert und in Flensburg die Fahrgestellnummer prüfen lassen. Da lag nichts vor. Trotzdem wollte die Zulassungstelle noch einen Eigentumsnachweis oder einen Kaufvertrag. Da hab ich dann mit einen Freund einen Kaufvertrag gezaubert.



    Gruß

  • Die Stadt Peine in Niedersachsen handhabt das wie folgt:


    Der Anhänger meines Nachbarn ging ohne Papiere als Geschenk an mich.


    Papiere hat er verschlampt und der Anhänger war von einem Kollegen.


    Dieser Kollege mußte zur Zulassungsstelle, seine Papiere als verloren melden, neue beantragen (kostenpflichtig) und fertig.


    Wenn also der Schenker des QEK sich nicht rührt, dann sollte da was nicht stimmen.


    Anhand der Fahrgestellnummer mit Name und Adresse des Schenkers kann man allerdings bei der Zulassungsstelle mal fragen, ob der auch der Besitzer ist.


    Kann aufgrund des Datenschutzes etwas komisch werden, aber wenn der Mitarbeiter nett ist und der Fragende auch...dann geht da was.

    Gruß, dor Oxxxl und de Annidda


    NIE WAR MEHR ANFANG ALS JETZT

  • Mit neuen Papieren ausstellen ist es eigentlich kein Problem wenn das Wörtchen WENN und das EIGENTLICH nicht wären!!!
    Neue Papiere mit "Vollgutachten" und der Freigabe aus Flensburg kein Problem, jedoch will die Zulassungsstelle einen Eigentumsnachweis sehen. Sprich einen Kauf oder Schenkungsvertrag! Wenn man einen "zaubert", einen Kumpel oder guten Bekannten hat und der unterschreibt dir einen "gezauberten Kaufvertrag" dann hält derjenige auch den Kopf hin wenn an dem Qek was nicht stimmt!!! Da sollte man sich schon GAAAANZ Sicher sein wenn man sowas macht. Wen du ein zwei Zeugen hast die dir im schlimmsten Fall bezeugen das du den Qek aus dem Vorgarten von dem "Harzer" geschenkt bekommen hast bist du zumindest mit einem Bein schon mal im Fall der Fälle aus dem Schneider. Wenn nicht und der Typ sagt er wisse von nichts und der Qek ist in der Fahndung, warum auch immer, dann hast du die A-Karte gezogen.
    Also erstmal bei den "Flensburgern" nachfragen ob was vorliegt und dann kann es mit dem Aufbau losgehen.


    Grüße
    Friedel72

  • ...bei dem beschriebenen Zustand würde ich die Option WIEDER HINSTELLEN wählen und lieber paar hundert Euro in einen Qek mit Papieren suchen. Kostet weniger Zeit und Nerven und man kann ihn auch mal zulassen, wenn er fertig ist!
    Die Alternative wäre ihr behaltet den jetzigen als Ersatzteilspender. Dach, Räder usw. kann man immer mal brauchen...



  • Ich dachte schon dran einen Kaufvertrag zu fingieren. Dumm nur, wenn der DDR Brief auftaucht und jemand Ansprüche anmeldet. :özil:



    DAS ist in deiner Situation das dümmste was du überhaupt machen könntest. Allein schon auf den Gedanken zu kommen. :ugly:


    Im Grunde bin ich bei "Sieben". Letzten Endes müßt ihr entscheiden ob es sich lohnt, neue Papiere zu beantragen und den QEK wieder herzurichten oder ob du stattdessen lieber einen kaufst der schon einen einigermaßen annehmbaren Zustand hat. Bei dem beschriebenen Zustand solltest du bedenken, dass der QEK wohl eher ein Groschengrab ist.

  • Bei dem beschriebenen Zustand solltest du bedenken, dass der QEK wohl eher ein Groschengrab ist.


    Das dürften aber bei dem beschriebenen Zustand sehr große Groschen werden ;)


    Fahrzeugpapiere fälschen ist Urkundenfälschung und irgendwann fällt es dir auf die Füße.
    Schreibe besser einen Kaufvertrag vor, worin auch gleich bestätigt wird, daß es sich um sein Eigentum handelt, keine Rechte Dritter bestehen und die Fahrgestellnummer aufgeführt ist.
    Auch bei der Zulassungsstelle würde ich vor Baubeginn nachfragen, ob dieses Fahrzeug verkaufbar ist und nicht als gesucht geführt wird.

  • Danke für die vielen Ideen. :girl:


    Gestern ist es mir dann endlich gelungen besagten Herrn zu überzeugen, einen Kaufvertrag zu unterschreiben. :thumbsup:


    Da hab ich jetzt endlich was in der Hand.


    Heute werde ich mal bei der Zulassungsstelle anrufen und fragen wie die es gerne vom weiteren Verlauf her haben möchten.


    Puh... :ahahaha:

  • Gestern ist es mir dann endlich gelungen besagten Herrn zu überzeugen, einen Kaufvertrag zu unterschreiben.


    Nun hast du endlich etwas in der Hand, was du bei allen Ämtern vorlegen kannst. Wenn dir die Zulassungsstelle bestätigt, daß der Verkauf rechtens ist kannst du auch mit Investitionen nach deinem Geschmack loslegen.
    Viel Glück dabei!
    Gruß Willi

  • Mensch Walli,


    Echt mal...
    Was soll das denn nun wieder?
    Die Zulassungsstelle will keine Zeugenaussagen, die will nur einen Kaufvertrag...


    Mit Verlaub, aber ich finde es Sch...e, die Leute die selbst was auf die Reihe kriegen noch zu verwirren.
    Bleib mal lieber bei der Wortkette...



    Viele Grüße,


    Axel

    Da will man endlich mal in Ruhe seine Werkstatt aufräumen und was passiert? ..........Man hat keine Lust!


  • Sehr witzig. Nach der öffentlichen Überlegung sich selbst nen Kaufvertrag zu basteln,ist jetzt einer da. Aber wenn mit der Herkunft des Fahrzeugs trotzdem was nicht stimmt? Der Vorbesitzer wird sagen er weis von nichts. Gut dann jemanden dabei gehabt zu haben. Du kennst das doch mit dem Pferd und der Apotheke. Und ja, ich finde das Spiel lustig, auch weil ich es, im Gegensatz zu anderen Spielen, nicht alleine spiele. Finde ich nichts Schlimmes bei.